Freundesbrief Nr. 44

Hans Hammer, Lärchenweg 4, 92272 Freudenberg, Tel. 09627/924899

Freundesbrief Nr. 44

Liebe Freunde,

vor einer Woche haben wir Ostern gefeiert. Immer neu bleiben Fragen und Zweifel. Beweisen lässt sich Auferstehung nicht und wer kauft schon gern eine Katze im Sack. So kann man auch Thomas gut verstehen. Schließlich will jeder Rechenschaft abgeben von der Hoffnung, die ihn erfüllt. Die Art und Weise, wie die Jünger und Jüngerinnen des Herrn zum Glauben gefunden haben, sind höchst verschieden, und ihre Glaubenserfahrungen haben sie auf verschiedene Weise gemacht wie bis zum heutigen Tagen Menschen diese machen. Johannes stellt die Auferstehung Jesu so dar, dass klar wird: Es ist hier nicht von der Wiederbelebung eines Leichnams die Rede. Auferstehung meint nicht die Rückkehr in das vorherige irdische Leben, sondern vielmehr den Aufbruch in ein gänzlich anderes neues Leben. Darum auch die verschiedenen Erfahrungen Engel, Gärtner, der Fremde, die die Jünger und Frauen machen.

Glaubenserfahrungen sind Begegnungen, die auch heute Menschen machen, die so stark beeindrucken, dass sie einen Menschen verändern und – wie man sagt – zum Glauben führen. Auch Thomas darf eine Weise der Glaubenserfahrung machen, dass einerseits die Mitteilung der Jünger ihre Wirkung tut, wie auch der Auferstandene sein Versprechen erfüllt, und sowohl die Jüngerschar wie auch Thomas Jesus im Glauben erleben dürfen. Er legt nicht mehr Wert auf das Sehen und Berühren der Wunden er sinkt zu Boden und bekennt: „Mein Herr und Gott“.

So gesehen dürfen wir nicht stehen bleiben bei den Offenbarungen der urchristlichen Gemeinde, sondern die fortbestehende Offenbarung, wie es das II. Vaticanum lehrt, sehen. Ostern ist nicht eine historische Erinnerung, sondern je neue Offenbarung der Botschaft Jesu an den lebendigen Herrn Jesus Christus. „Selig, die nicht sehen und doch glauben“ meint nicht Tadel am Zweifelnden sondern Ermutigung auf die Karte des Osterglaubens zu setzen. (zum Teil zitiert aus CIG Nr.14)


In die ewige Heimat wurden aus dem Freundeskreis abberufen:

am 11. August 2017: Erika Schwarz aus Hohengebraching
am 31. Januar 2018: Hildegard Maurer aus Essen – Ardelhütte,
Mitte März 2018: Willi Kießling aus Homburg (Schulkamerad)
am 25. Februar 2018: Otmar Kappl aus Lappersdorf
am 25. März 2018: Anna Mandl aus Obertraubling

Alle fünf Verstorbenen waren langjährige Freunde von Hans Hammer.
Der Herr schenke ihnen den Frieden und die ewige Ruhe.


Ostern
Auferstehung heute und jetzt

Ihr fragt
wie ist die Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.

Ihr fragt,
wann ist die Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.

Ihr fragt,
gibt´s eine Auferstehung der Toten?
Ich weiß es nicht.

Ihr fragt,
gibt´s keine Auferstehung der Toten?
ich weiß es nicht.

Ich weiß nur,
wonach ihr nicht fragt:
die Auferstehung derer die leben.

Ich weiß nur, wozu Er uns ruft:
Zur Auferstehung heute und jetzt.

Kurt Marti


Liebe Freunde,
altersbedingte Krankheiten, Klinikaufenthalte wie ein ungewöhnlich langer Winter haben den Briefverkehr in einen unkontrollierbaren Zustand versetzt, und der Überblick ist verloren gegangen. Ich entschuldige und bedanke mich zugleich für Geduld und Treue wie auch für die Gebete und guten Wünsche für einen alten Mann und nicht zuletzt für die Aufmerksamkeiten, die zugegangen sind. Ich hoffe Frühling und Sommer bringen Besserung in mein körperliches Befinden.

Euch allen frohmachende österliche Zeit und viel Geduld mit mir.

Wie immer Euer Hans Hammer

Freudenberg, 15.04.2018