Archiv für den Monat: Juli 2015

Papst Franziskus

Der Papst in seinem Heimatkontinent

Der Chef der römisch-katholischen Kirche mischt sich ein in die Weltpolitik und findet nicht überall Freunde, selbst in seinen eigenen Reihen.
Er kämpft gegen die Armut
Er setzt sich ein für die Flüchtlinge
Fordert die Jugend heraus und sagt dem bürgerlichen Klerus den Kampf an, der reichen Kirche des Westens und der Kurie in Rom.
Er öffnet die Tore in die Ökumene mit allen, die sich zu Christus bekennen und begegnet ohne Scheu den islamischen Führern.
Er versucht die Kirche zu säubern von finanziellen Unregelmäßigkeiten und von den Mißständen im Umgang mit Jugendlichen und Kindern.

Durch seine Umwelt-Enzyklika LAUDATO SI revolutioniert er das Verhältnis von Wissenschaft, Kirche und Moral. So mancher konservative Christ tut sich schwer ungeteilt diese Verlautbarung innerlich zu akzeptieren.

Es bleibt abzuwarten, was sich mit der Synode zur Ehe und Familie im Herbst dieses Jahres noch kommt?

58 Jahre als Priester und Seelsorger in Europa und im Mittleren Osten

Liebe Freunde.

in diesen Tagen werde ich den 58. Jahrestag meiner Priesterweihe und Primiz gefeiert haben (29. 6. 1957 Priesterweihe – 7. Juli 1957 Primiz in Hirschau) und irgendwie denkt man zurück, was ein Mensch, der einmal dem Herrgott versprochen hat, ihm zu Diensten zu sein, nun tatsächlich getan hat.
Rein äußerlich war es ein bewegtes Leben, das Hans Hammer hinter sich hat.
Kaplan in Grafenwöhr 1957 –Kaplan in Wien 1959 – Religionslehrer in Regensburg
1963 – Auslandseelsorger in Teheran 1974 – 1980 – nochmals in Regensburg als
Oberstudienrat und nebenamtlicher Pfarrer in Wolkering und Gebelkofen 1983

Dann Regionalseelsorger für die Länder Türkei, Iran, Irak, Kuwait und den Golfstaaten bis 1999 und schließlich noch 10 Jahre im Gäuboden bei Straubing im Dorf Schambach bis 2004. Seither in Ruhestand in Freudenberg. Er war Seelsorger und Pfarrer für Diplomaten, Lehrer, für Kinder und Eheleute mit Ausländern verheiratet Baustellenseelsorge quer durch die islamischen Länder von Istanbul über Teheran, Bagdad, Kuwait, Abu Dhabi und Dubai und Muskat im Sultanat Oman. Hatte zu verhandeln mit Erzbischöfen und Nuntiaturen, Bischöfen und Mitbrüdern aus allen verschiedenen Ländern der Welt, mit orthodoxen Popen, Patriarchen und Archimandriten und besuchte die Gefangenen in den Gefängnissen in Bagdad, Teheran und Istanbul. War zugegen bei den Kranken und Sterbenden und hatte Religionsunterricht in den großen Schulen in Teheran und Istanbul wie in unzähligen Firmen- und Privatschulen der oben genannten Länder.

Nicht zuletzt viele Gespräche und Aussprachen in den wichtigsten Sprachen Englisch und Französisch und teilweise in Farsi und türkisch. Er hat die iranische Revolution unter Chomeini mitgemacht, war zugegen im Krieg zwischen Iran und Irak und hat in Istanbul einer Pfarrei eingerichtet und eine Kapelle gebaut.

Sein Motto war; Geh hin wohin ICH dich sende – Verkünde was ICH dich heiße fürchte dich nicht, ICH bin ja bei dir. (Jer. 1,7)

 

Wer ist dieser Hans Hammer?

Was beabsichtigt er als Priester, Pfarrer und Seelsorger?

Keine langweilige und verbeamtete Kirche – keine Erfüllungsgehilfen von frommen und pietistischen Mitläufern. Er stellt sich eine unternehmerische kreative Gemeinschaft von freien und mündigen Menschen vor, die mit Freude und Zuversicht

die Botschaft Jesu nicht nur verkündet sondern lebt und ein Herz für die Armen, Kranken und einsamen Menschen hat. Er sucht Menschen die mit Freude und Zuversicht Leben zu wecken vermögen, – Gespräche fördert, die weiterführen und auf neuen Wegen die Botschaft des Herrn leben wollen und Berufungen in allen Bereichen der menschlichen Gesellschaft hervorbringen.

Das Motto eines Christen muss sein:

Fürchtet dich nicht!
Vertrauen zu haben in eine unergründliche Liebe, die keine Grenze setzt.

Angst vor dem Islam?

Wer Angst hat, der glaubt nicht an Gott und taugt nicht für das Reich Gottes.
Die Frage ist:

Habe ich Glauben und suche in allem das Gute, die Wahrhaftigkeit, den Frieden und die Versöhnung.

Sein Vorbild:

Papst Franziskus, der sagt: Er braucht kein Gold, er trägt einfaches weiß.
Er will nicht stehenbleiben auf dem Wege und mit seinen Freunden miteinander auf dem Wege bleiben (synodos = miteinander auf dem Wege) und neue Wege suchen.
Mit dem Chefdiplomaten – dem zweiten Mann des Vatikanstaates (= Außernminister) macht er Politik – fördert die Aussöhnung mit USA und Kuba und sucht derzeit auf seinen Heimatkontinent Frieden und Gerechtigkeit zu künden für die Armen und Entrechteten des Kontinents.