Archiv für den Monat: März 2015

Brief aus der Oberpfalz Nr. 33

Liebe Freunde,

 

langsam wechselt das Jahr in das Frühjahr, Tauben gurren und die Vögel versuchen sich in die Liebesgesänge der Paarung einzustimmen und die alten Knochen der Menschen freuen sich über jeden wachsenden Sonnenstrahl, der von Tag zu Tag doch

etwas länger andauert. So ist es Zeit, dass der Freund aus Freudenberg den PC anwirft und ein paar Gedanken für seine Freunde zuwege bringt.

Zunächst danke ich wieder allen, die um mit dem letzten Anlass zu beginnen, zum neuen Lebensjahr gratuliert haben. Es waren so anspruchsvolle Texte darunter, denen ich  kaum gewachsen bin auf gleichem Niveau zu antworten.

Zwei gute Freunde habe ich in letzten Monaten  verloren:
Da ist der Heimgang eines  guten Priesters wie Klaus Stock, langjähriger Freund und

ein Mitbruder meinte,  als „der andere Priester“ weil er als Seelsorger und beratender Freund so aus der Reihe stach. Ebenso hat mich auch der rasche Tod von  Apost. Protonotar Dr. Dr. Albert Rauch sehr betroffen, mit dem mich schon viele Jahrzehnte  verbinden, weil wir als Priester uns viele Jahre auch die Aufgaben von Gründung bis heute im Ostkirchlichen Institut geteilt haben. Mögen beide wie so viele andere, das neue Leben kosten dürfen und uns bald zu  unserem

Herrn heimrufen dürfen. In diesen Tagen hat mich dann auch noch die Todesnachricht von Franz Lippold, ehemals Leiter der Dtn. Schule in Istanbul  erreicht. Auch ein langjähriger Freund unseres Kreises. So verkleinert sich zunehmend die Zahl der Freunde und jene, die noch leben rücken näher zusammen.

Während  in der Welt die Großmächte immer weniger vom Frieden viel halten und

sowohl die scheinbar Mächtigen ihre Ansprüche da und dort anmelden und der russische Bär es ebenso nicht ertragen kann, dass die Randländer der einstigen Sowjetunion nach Freiheit lechzen. Und  Europa  hat  Mühe die kleinen und großen

Glieder zusammen zu halten und leider auch die Kleinen in ihren Bedürfnissen gar zu sehr mit Ansprüchen und Schulden machen sich keinen Zwang auferlegen. So muss

man „Mutti Deutschland“ schon bewundern, wie sie trotz vieler Kritiken es aushält, bis heute die 27 EU-Staaten zusammen zu halten. Und so sucht Frau Merkl   Trost und Kraft beim großen BRUDER Franziskus in Rom  der selber mit den Seniorenklub der Kurie seine Mühe hat, die verknöcherten Ansichten so mancher hoher Würdenträger die Kirche in das 21. Jahrhundert  zu  führen. Ja es ist fürwahr nicht leicht selbst  sogenannte Diener der Diener als Hirten zu erkennen, die alle mehr als Oberhirten sein wollen. Und sie finden dennoch Zeit sich auch im Jahre 2015 in Kötzting auf hohe Ross hieven zu lassen um den Herrn in der Montranz dem Volke den wahren Weg weisen zu lassen. Und der kleinere Oberhirte wird am gleichen Tag in Kemnath am Buchberg ebenso wie der Glaubenshüter von Rom die Pferde segnen, weil diese wohl fügsamer sind als die aufgeklärten Christen unserer Heimat?

 Zu rasch sind die Wochen vergangen seit dem letzten Brief und kurz noch ein Bericht über diese Zeit. Vor dem Weihnachtsfest 2014 wurde mir in Regensburg bei den

Barmherzigen Brüdern noch ein Herzschrittmacher verpasst und seit dieser Zeit fühle ich mich wieder etwas wohler und gesünder.

Im Januar habe ich dann eine Gesundheitswoche eingeschaltet und war mit 12 geistlichen Kollegen auf einer Probekneippkur in Bad Wörishofen, die mir gut bekam.

Im Februar nahm ich an einer kurzen Promotiontour auf Malta –Gozo teil, die einen lebendigen Eindruck über eine siebentausendjährige Seefahrerinsel vermittelte und höchst aktuell den langjährigen Kampf zwischen Kreuz und Mondsichel vermittelte.

So freue ich mich, dass wir uns als Freunde in der Zeit vom 14. bis 17. Mai  in Bonn treffen und Austausch pflegen und auch die Schönheit dieser ehemaligen Regierungshauptstadt  kennenlernen dürfen.  Frau Angelika Held und dem Ehepaar Ziehfreund  Dank für die Organisation und Vorbereitung dieses Treffs.

Allen Lesern und Freunden wünsche ich Gesundheit und die  Freude den kommenden Osterfest erlöst und zuversichtlich entgegen zu gehen und nach innerlicher Einkehr

und  Buße, das Osterfest 2015 feiern zu dürfen.

WIE IMMER

Euer Hans Hammer

 

„Nur wer sich ändert bleibt sich treu“  Prof. Herbert Haag Für eine neue Verfassung der Kath.

Kirche

Ich ergänze: Nur wer sich ändert auf Christus hin, der bleibt sich treu und gewinnt Selbstbewusstsein. hh.