Archiv für den Monat: April 2014

Herr, wärest du doch hier gewesen! Jo11,21

Wer hat nicht schon so gedacht oder gesagt, wenn es brenzlig wurde mit meinem Leben. Aber der Herr ließ sich Zeit und er kam, wann er es für zeitgerecht fand.
Und der Herr kommt und wirkt das Wunder des Leben hier und heute, und er weiß, dass ohne Tod ewiges Leben nicht zu gewinnen ist. Ebenso weiß er, dass bevor dieses Wunder
ewigen Lebens geschieht  die Freiheit und die Lebensfreude erst wieder gefunden werden muss. Wer heute in die Gesichter von Menschen schaut muss oft lange Ausschau halten,
bis er einen frohen und glücklichen Menschen im Getriebe einer Stadt sieht, viel eher aber dort, wo er in der jetzt aufblühenden Natur Menschen begegnet, denen die Freude gerade
durch diesen Neubeginn des Leben der Pflanzen und Tiere, zugesagt wird: Nein, es ist nicht alles zu Ende und hoffnungslos. Alle Jahre wieder fängt er an der alte Apfelbaum zu blühen und zeigt sich in einmaliger Blütenpracht. Alle Jahre wieder fängt die Amsel oder die Meise an, ihre Lieder zu singen und zu tirilieren, ihre Nester zu bauen und Leben auszubrüten. Ja, das ist es, was so vielen Menschen abhanden gekommen ist, in seiner neurotischen Flucht vor sich selbst, weil er seinen Blick nur mehr zu sich selbst sucht, aber nicht mehr zur umgebenden Natur und seinem Schöpfer. Der Herr ist da, in vielfältiger Weise  aber suchen und fragen nicht nach ihm und können auch nicht lange genug warten, bis er sich uns auftut. In der Botschaft des Johannesvangeliums machen die Schwestern des Lazarus dem Herrn den leisen Vorwurf: Ja, wärest du hier gewesen, wäre unser Bruder nicht gestorben.

Welches Leben meinen diese Schwestern? Ein Leben, das dennoch sterben muss, wer kann schon auf Erden ewig leben? Welch Mißverständnis zwischen dem Leben, das der Herr meint und dem Leben, das wir meinen?  Und so ruft  der Herr in der Sprache des Evangelisten:“Lazarus komm heraus!“ – heraus aus der Höhle, „löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen“ – befreit ihn von allem, was ihn hindert er selbst zu sein, seinen Lebensweg zu finden um das befreiende ewige Leben zu finden.
Und das meint Ostern – Auferstehung feiern bedeutet ohne Angst den leiblichen Tod annehmen, ganz gleich, wie dieser auf uns zukommt – ob durch Krankheit oder überraschenden Tod, ob durch langes Siechtum oder Hunger und Kriegsereignisse. Ja das alles meinen diese Tage vor Ostern, in die wir hineingehen, oft erkennen wir sie und oft-mals überraschen sie uns und lassen uns beinahe verzweifeln. Wer glaubend all dies annimmt wie die Schwestern des Lazarus, wird den Herr erfahren und damit den Trost den diese Tage schenken können. –  Sehen wir sie? –

Glaubend zu schauen, das ist die Gnade dieser Botschaft.
 
Gerne wünsche ich all meinen Freunden – nah und fern, ob gesund oder krank  die frohmachende Botschaft der Herr lebt, er ist dir nah, gerade dann, wenn Du Dich einsam
und verlassen fühlst. Du bist nicht allein und lass dich befrei’n von all deinen Ängsten und Nöten. Habe den Mut den andern um Verzeihung zu bitten! Du verlierst dabei gar nichts von deiner Würde. Sag gerne Danke und biete Hilfe an!

 

Euer alter Freund und Pfarrer Hans Hammer.

Bedrohter Friede in Europa – Putin spielt mit EU und USA

Europa gedenkt des Beginns  des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Mit nationalistischem Hurrageschrei zogen damals viele junge Leute in den Krieg. Heute wird erneut mit Nationalismus, Hass auf Fremde, Grenzkonflikte und diplomatischer Schwächelei der mühsame gewonnene Frieden aufs Spiel gesetzt. Panzer mit laufenden Motoren und 40 Tausend Mann Soldaten stehen bereit an Rußlands Westgrenzen und vermummte Garden überschreiten die Grenzen und destabilisieren die Ostukraine. Internationales Völkerrecht ist gebrochen worden und über halbbrüstige Sanktionen spottet Putin mit denen  westliche Diplomaten und Volksführer drohen. Jetzt ist mehr bedroht als nur Panzergeschäfte mit Saudi-Arabien die weiterverscherbelt werden an die kriegslüsternen Volksführer in Asien und Afrika. Die Wahlen in Europa sind zwar eine Demonstration für den Friedenswillen europäisch gesinnter Bürger – aber reicht das? Seit über einem Jahr ahnt Papst Franziskus die große Gefahr, die über Europa schwebt, aber wer von den schläfrigen und verbürgerlichten Hirten erkennt die Gefahren und beschwört die Christen über die Not und die Unruhe, die aufgebrochen ist? Es geht heute nicht mehr nur um das „Abendland“ sondern um den gerechten Frieden unter den hungernden und arbeitslosen Völkern Asiens, Afrikas und Südamerikas.

h.h.