Archiv für den Monat: März 2014

Papst Franziskus lädt ein: 24 Stunden für Gott

Freudenberg, den 29. März 2014

Unter dem Titel „24 Stunden für Gott“ findet vom 28. zum 29. März auf der ganzen Welt eine Fasteninitiative statt. Papst Franziskus hat dazu eingeladen, in dieser Fastenzeit in besonderer Weise Versöhnung und Neubeginn in den Blick zu nehmen. Er wird diese Initiative in Rom mit einer Bußfeier im Petersdom eröffnen und selbst auch als Beichtvater zur Verfügung stehen. Erzbischof Fisichella, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Neuevangelisierung, hat deshalb alle Bischöfe dazu aufgerufen, in den Bistümern die Aktion „24 Stunden für Gott“ anzubieten. In seinem Brief, den er im Auftrag des Papstes an alle Bischöfe schrieb, sagt er:
„Die Neuevangelisierung beginnt mit der persönlichen Umkehr und stellt daher auch das Sakrament der Beichte in den Mittelpunkt. Aus diesem Grund haben wir uns vorgenommen, die österliche Bußzeit für eine besondere Erfahrung der Evangelisierung im Licht des Bußsakramentes zu nutzen.“

 

Weil der Papst so spontan in seinen Verlautbarungen ist, will ich diesen Text hier veröffentlichen. Es bleibt abzuwarten, ob und wie unsere Diözese auf solche Texte reagiert. Jedenfalls sollen die Leser wissen, was im deutschsprachigen Raum passiert oder eben nicht passiert. Dieser Text wurde übernommen aus dem Internet: http: kath.de

Liebe Freunde und Leser der homepage

Freudenberg, den 25. März 2014

Lange hat es gedauert mit der Bearbeitung der homepage und längst fälliger Kommentare zu Vorgängen in Kirche und Gesellschaft. Der Grund ist schlicht und einfach: Der Tod meines Freundes Achim Burgermeister hat mich so geschockt, dass ich eine längere Pause nötig hatte, um mich wieder mit der Herausgabe neuer Kommentare zu beschäftigen.

Mit Frau Barbara Bock fand ich eine Mitarbeiterin im Bereich Layout und Einordnung der Textbeiträge, die sich bereit fand mir zur Seite zu stehen. Schon längere Zeit hilft Herr Andre Heller aus der Nachbarschaft in Freudenberg mit technischem Support.

Die Weltkirche und mit ihr auch die gesamte Hierarchie steht unter starken Druck der öffentlichen Kritik und manchmal ist auch der Klerus – und damit im Zusammenhang die Laienmitarbeiter – überfordert, zeitgerecht und kritisch Entscheidungen und Fehlentwicklungen zu kommentieren.

 

Bevor ich zum Thema Katholikentag ein paar Sätze schreibe, hier das Programm wie es die MZ in Regensburg am 7. März veröffentlicht hat. Die Bilder habe ich nicht hinzugefügt.

Der Katholikentag 2014 vom 28. Mai bis 1. JuniProgramm zum Katholikentag jetzt online

Regensburg. Das vollständige Programm des 99. Deutschen Katholikentages in Regensburg ist ab sofort im Internet verfügbar. Das Großereignis Ende Mai bietet über 1000 Veranstaltungen, wie der Veranstalter am Freitag in Regensburg mitteilte. Derzeit sind sie als PDF abrufbar, doch ab Mitte März soll eine Datenbank die individuelle Suche nach bestimmten Veranstaltungen, Namen und Orten erleichtern. Eine App für Smartphones soll ab April zur Verfügung stehen.

Zu den Veranstaltungen werden unter anderen Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Bundesminister Thomas de Maiziere (CDU)und Sigmar Gabriel (SPD) erwartet. Zudem haben Kurienkardinal Kurt Koch, der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, die evangelische Theologin Margot Käßmann, die Wissenschaftlerin Gesine Schwan, die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi, Moderatorin Bettina Schausten und der südkoreanische Anthropologe Jim Yong Kim ihr Kommen zugesagt.

Zum musikalischen Programm zählen die Regensburger Domspatzen, die Wise Guys und Judy Bailey. Das Programm ist in mehrere Abschnitte unterteilt, darunter zentrale Veranstaltungen, Gottesdienste, Wallfahrten und Pilgerwege, Biblische Impulse sowie die Themenbereiche „Glaube – Kirche – Theologie“ und „Politik und Gesellschaft“.Bis zum 31. März können Karten für das Christentreffen zum Frühbucherrabatt gekauft werden. Der 99. Deutsche Katholikentag findet von 28. Mai bis 1. Juni unter dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ in Regensburg statt.(kna).

 

Zunächst fällt auf, dass zu diesem Katholikentag der ehemalige Bischof von Regensburg – jetzt Kardinal – auf der Besucherliste fehlt. Warum der Kardinal an einem lokalen Ereignis im Bayrischen Wald in Bad Kötzting teilnimmt, aber zu einem solch bedeutsamen Laientreffen nicht kommt, frägt doch schon mancher Diözesane und wundert sich ein wenig.

Ebenso fällt bisher auf, dass in der lokalen Presse ausserhalb Regensburgs wenig über die doch so heißen Themen wie Familien- und Geschiedenenpastoral, Seelsorge und das für den Papst so wichtige Thema „Gaudium et spes“ wie auch die Themen der Gerechtigkeit und die Armut in der Welt nicht angesprochen werden. Ja, wie findet die Kirche in Deutschland wieder zu den brennenden Fragen im Bereich der Gentechnik, der Leihmütter und aller damit zusammenhängenden Fragen.

Ebenso wäre es schön gewesen, wenn Kardinal Kasper zum Thema: „Das Evangelium von der Familie“ zu Wort käme. Wenn nur die Menschen so heiße Themen wie auch von Papst Franziskus schon so oft angesprochenen Fragen zu der „verbürgerlichten Kirche“ in Mitteleuropa anpacken würden, und sich unsere Bischöfe selbst die Frage vorlegen würden, wie die Entklerikalisierung in Angriff genommen werden könnte! Die Menschen sollen doch hellhörig, neugierig werden und wieder Vertrauen finden.

Würde dann nicht auch die Frage mit den Quartieren leichter zu lösen sein? Wer vom Klerus hat sich schon gemeldet und Quartiere zur Verfügung gestellt? Ja das ganze Katholikentagsprogramm sieht mehr einem Kaleidoskop ähnlich, in der die Berufspolitiker, und wer immer wieder mal im Rampenlicht auftauchen will, mehr zur Sprache, Spiel oder Gesang kommen, als jene, denen es um die Zukunft des Reiches Gottes und des Friedens und der Gerechtigkeit geht.

P. Eckhard Bieger schreibt in seinem Kommentar zur Frage: Wie kommt die katholische Kirche wieder zu ihren Themen?: „Der Papst kann wenig für die deutsche Kirche tun, ob er den Limburger Bischof absetzt oder nicht. Nur die deutsche Kirche könnte Teile und Anregungen aus seinen Predigten und dem Schreiben: „Freude am Evangelium“ tatsächlich umsetzen. “

Da sollte keiner dem anderen den Vortritt lassen. Denn das Versprechen, dass das Evangelium nicht freudlos macht, gilt auch der deutschen Kirche. Wenn sie allerdings weiter schweigt und in der Mediengesellschaft, ob im Fernsehen oder in den neuen sozialen Medien wie Twitter und anderen, keine Themen setzt, die die Menschen interessieren, verschärft der Papst mit seiner Medienpräsenz, seinen Gebets- und Besuchsaktionen das Dilemma nur noch mehr.

H.Hammer.

 

Auf die zwei spannend zu lesenden Broschüren wäre hinzuweisen:

– Die frohe Botschaft Jesu – Aufbruch zu einer Kirche – Benno Verlag Apost. Schreiben von Papst Franziskus 2014

– Walter Kardinal Kasper: Das Evangelium von der Familie – Die Rede vor dem Konsistorium Herder Verlag 2014