Archiv für den Monat: November 2013

Brief aus der Oberpfalz Nr. 30

BILD: flickr Jackal1 Userid: 12355917@N00

19. Nov. 2013
St. Elisabeth

D  A N K E   für   Ihre   Post!

Jeder hört das, worauf sein Herz gerichtet ist.

Eine alte Geschichte erzählt vom Großstadtbesuch eines Indianers. Während er aus dem Geräuschteppich der Stadt das Zirpen einer Grille heraushört, nimmt sein weißer Freund den Klang einer fallenden Geldmünze wahr. Jeder hört, worauf sein Herz gerichtet ist. Auf welche Klänge hören Sie?

Menschliche Töne als Störung?
„Die armen Frauen, die hier arbeiten müssen!“,
dachte ich neulich, als ich in einem Supermarkt
an einer der Kassen wartete. Mehr als ein
Dutzend Warenscanner verbreiteten unaufhörlich
durchdringende Piepstöne. Dass der Wartende vor
mir genervt reagierte, konnte ich verstehen. Erstaunt
war ich aber, dass ihm nicht das Dauergepiepse,
sondern ein weinendes Kleinkind auf die Nerven ging.
Ich hatte mich gerade gefreut, endlich ein paar mensch-
liche Töne zu vernehmen.

 

Die Stimmen meiner Kinder
Als  Mutter höre ich die Stimmen meiner Kinder, in –
so hoffe ich, – jeder Lebenslage, und ganz besonders,
wenn die Stimmung umschlägt. Eigentlich schlafe ich
nachts sehr fest und bekomme von den meisten Ge-
räuschen kaum etwas mit. Bei bestimmten Tonlagen
der Kinder jedoch wache ich auf, selbst, wenn da nur
ein ganz leises Wimmer zu hören ist.
Kirsten Karst-Busch Diez, Lahn

 

 

Liebe Freunde

wenn Sie heute den Brief Nr. 30 empfangen, dann muss ich zunächst dem Benno Verlag danken, der mir zur Geburt dieses Briefes  durch Herrn Guido Erbrich und Frau Dorothee Wanek in dem dreimal jährlichen  und  empfehlenswerten Magazin VIVAT  auf diese Idee gebracht hat und die Einleitung geliefert hat.  Zu beziehen bei Benno Verlag  Stammer Str. 11  04150 Leipzig

Länger hat es diesmal gedauert, bis ich mich wieder gemeldet habe, aber nicht nur die Füße bewegen sich langsamer auch der Kopf reagiert nicht mehr so schnell wie ich es will. Dieses Jahr 2013 hat so manches Neue gebracht und nicht immer waren es gute Nachrichten, die wir lesen und hören konnten.
In unserer Bundesrepublik gab es Wahlen und es dauert lange, bis sich zwei Parteien zusammenraufen oder vielleicht auch nicht? Wer weiß es bis jetzt??.

Wie ich das letzte Mal schon geschrieben habe, hat mein bester Freund – Stud.Dir. Achim Burgermeister –  am 12. Oktober seine Augen für immer geschlossen und wie ich hoffe eine neue Sicht und Erfüllung in einem neuen Leben gefunden. Meiner Nichte Margit und den beiden Buben Kilian und Manuel wird der Papa  sehr fehlen. In einer tief berührenden Trauerfeier  haben wir am 29. Oktober in München-Haar von Achim Abschied genommen. Er fand im Jahre 1989 zur Gemeinde St. Paul in Istanbul  zu uns und seit dieser Zeit war er als Webmaster eng mit der Gemeinde und meiner Seelsorgsaufgabe verbunden.

Ebenso ist in den letzten Wochen der ehemalige Lehrer und Gemeindesprecher in der einstigen Teheraner Gemeinde Herr Rektor Alfons Berenbold im 75. Lebensjahr nach langer schwerer Krankheit in Freiburg/Br. verschieden und heimgekehrt ins Vaterhaus  unserer endgültigen Heimat. Er war Lehrer an der Deutschen Schule Teheran. Im letzten Jahr sind ebenfalls aus meinem Bekanntenkreis aus der Regensburger Zeit gestorben  Frau Elisabeth Hermann im Alter von 93 Jahren. Ebenso Frau Dr. Ursula Konermann, verstorben in Münster/W.  aus dem Teheraner Freundeskreis und Prälat Dr. Wolfgang Flasch aus der Wiener Pfarre St. Paul,  Döbling.

Noch nicht habe ich erwähnt die glückliche Geburt von Lucien Albert aus meinem Istanbuler Freundeskreis, damals Olivia Haupt und ebenso die glückliche Geburt von Sebastian Balthasar Konrad Buchner aus dem Freundeskreis von Schambach, jetzt wohnhaft in der Nähe von Bonn.

Bin sehr dankbar, dass sich Dr. Hans Kogler bereiterklärt hat, das Treffen im Jahre 2014 in Salzburg St. Virgill vom 25. – 28. Mai zu organisieren.

Nun ganz zum Schluss Euch allen trotz so mancher kommerzialisierter Störversuche einen ruhigen und stillen Advent, füreinander Zeit und Frieden!

Wie immer                Euer Hans Hammer

 

Dekanatsversammlung am 6. November in Hahnbach

Bild: flickr micagoto Userid:94448655@N00

zum Thema Katholikentag in Regensburg und Neues Gotteslob im Jahre 2014

Dekan W. Hellauer hatte die Pfarrer und hauptamtlichen Mitarbeiter wie auch  die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwalter zum Kapitelamt in die Pfarrkirche nach Hahnbach geladen.  Ca. 80 – 100 Teilnehmer aus 17 Pfarreien folgten der Einladung.

Im Anschluß an den Gottesdiensst fand im Pfarrsaal eine Versammlung mit einer Einführung in den Katholikentag von Referent Martin Melchner über den Katholikentag 2014 in Regensburg statt. Dekanatsmusiker Steffen Kordmann und Dekan Helllauer führten im zweiten Teil noch in das Neue Gotteslob, welches im Frühjahr 2014 eingeführt werden soll, ein.

Referent Martin Melchner referierte mit einem Powerpoint-Gerät in die Organisation und die Veranstaltungshöhepunkte des Katholikentags in Regensburg und zeigte in der Hauptsache die einzelnen Brennpunkte der Veranstaltung in Regensburg auf. Das Motto des Katholikentags: „Mit Christus Brücken bauen“ soll mit Konzerten, Lichtinstallationen, Pantomine, und wie hinzugefügt wird: „aber auch Stille und Gebet“ locken.  Ein Expertenbeirat wurde eingesetzt, der das Ganze noch auffüllen soll.  Mit ungeheuren Werbeaufwand  wird viel Papier gedruckt, Katholikentagsmännchen gebastelt und was die Werbeindustrie noch so alles bietet. Von einem geistlichen Inhalt wurde nichts gesagt.

Die Frage stellt sich: Ist ein Katholikentag wirklich nötig, wenn dafür keine Notwendigkeit erkennbar ist.  Die Katholikentage hatten ihren Ursprung in der Kulturkampfzeit der 1848er Jahre und der Unterdrückung der Katholiken in der damaligen Zeit. Nach dem 2. Weltkrieg ging es 1968 um den Widerstand gegen die Amtskirche, eine Herausforderung in diesen Jahren nach dem II. Vatikanischen Konzil. Und um was geht es den Katholiken heute? Diese Frage wurde nicht gestellt und sie müsste eigentlich die wichtigste Frage sein. Wer die Sorgen des Papstes aufnehmen würde: Die bedrohte Familie und alle damit zusammenhängenden Fragen wären weit wichtiger als alles, was da an Veranstaltungskram angeboten wird. Ein weiteres Thema wäre der lautlose Auszug der Katholiken aus der Kirche.

Das einzig Gute und Positive, was an diesem Abend noch angeboten war, war die Einführung in das neue Liedgut im neuen Gotteslob und dem gemeinsamen Singen einiger neuer Lieder. Das versöhnte so manchen Teilnehmer. hh.